Burg Mildenstein Leisnig in Sachsen

Luftbild Burg MildensteinErinnern wir uns - einer der drei Burgwarde, die Kaiser Heinrich IV. 1084 neben Colditz und Rochlitz an Wiprecht von Groitzsch belehnte, war der Leisniger.
Auch hier gehen die Anfänge bis in die Zeit der slawischen Besiedlung zurück. Der Standort einer Wehranlage bot sich auf dem hohen Felssporn regelrecht an, denn bei kriegerischen Auseinadersetzungen war sie schwer einnehmbar. Die einst von Palisaden eingefasste Anlage samt einfacher Gebäude wurde später mit einer Mauer befestigt; es entstanden eine Vor- und eine Hauptburg mit den dazugehörigen Toren. Aus der Luft betrachtet, ist diese Anlage noch heute sichtbar, auch wenn sie inzwischen durch später hinzugekommene Bauten ihr heutiges Bild erhielt. Der vordere Bergfried gehörte einst mit zum Burgareal. Nachdem man sich dann aber auf den hinteren Teil der Burg konzentrierte, alles uneinnehmbarer befestigte, wurde dieser vordere Teil abgetrennt und mit Bürgerhäusern bebaut.
Die ältesten Teile der Burg sind der um 1100 errichtete Bergfried und die romanische Kapelle. Der Umbau der 1160 neu errichteten Burg zum Reichsgut fand im Auftrag von Kaiser Barbarossa statt, was er sich 1188 beurkunden ließ.
Wilhelm I., auch „der Einäugige“ genannt, erbte die Mark Meißen mit dem dazugehörigen Leisnig. So blieb die Burg Mildenstein im Besitz der Wettiner. Während seiner Regentschaft fanden auch weitere wesentliche Bauarbeiten statt. Eine kleine Besonderheit hat Leisnig auch baulich; die Burg steht nicht im Mittelpunkt über der Stadt, sondern etwas abseits. Die Ansiedlung begann ihr zu Füßen im heutigen Altleisnig. Mit dem Aufblühen des Handels verlagerte sich die Besiedlung nach oben, dem heutigen Stadtgebiet.
In den letzten 25 Jahren wurde seitens des Freistaates Sachsen viel Geld in die Sanierung dieses historischen Bauwerkes investiert. Vom Keller bis zum riesigen Kornboden, einer einzigartigen Dachkonstruktion, wurde alles dauerhaft instand gesetzt und für eine touristische Vermarktung ausgestattet. Es verfügt heute über absolut sehenswerte Ausstellungsgegenstände der verschiedensten Epochen. Sie geben uns nicht nur Einblick in die Lebensweise unserer Vorfahren und Herrscher, sondern sind Nachweise einer Jahrhunderte langen, sächsischen Kulturgeschichte.


Seine Funktion als Gebäude für verschiedene Ämter, die es über Jahrhunderte innehatte, ist andern Ortes verlagert worden. Auch seine Nutzung als Gefängnis, die bis nach dem 2. Weltkrieg bestand, ist nur noch museal zu bestaunen. Doch beides verlockt gerade deshalb alljährlich viele Gäste, der Burg Mildenstein mit ihrer riesigen Ausstattung historischer Zeitzeugen in den alten Gemäuern  einen längeren Besuch abzustatten.
Burg Mildenstein belässt es aber nicht nur bei seinen Dauer- und wechselnden, thematisierten Ausstellungen, sondern bietet den Besuchern aus nah und fern alljährlich einen bunten Mix an Kulturveranstaltungen an. Damit ist Burg Mildenstein sowohl eine touristische Attraktion, als auch eine kulturelle Bereicherung für die Region geworden.  

Anschrift

Burg Mildenstein
04703 Leisnig
Burglehn 6

034321 / 62560

Luftbild Burg Mildenstein Leisnig

Panorama Burg Mildenstein Leisnig

Altar Burg Mildenstein Leisnig

Schwarzküche Burg Mildenstein Leisnig

Kostüme Burg Mildenstein Leisnig

Amtsmann Burg Mildenstein Leisnig

Gefängnis Burg Mildenstein Leisnig