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Thümmlitzwald |
Der Tümmlitzwald ist ein rechts der Freiberger Mulde liegendes Waldstück, das sich von Tanndorf über Böhlen, Seidewitz bis nach Kössern erstreckt. Besonders eignet es sich für Wanderungen, den Pferdesport, sowohl im Sattel als auch in der Kutsche oder dem Kremser. Aber auch mit dem Fahrrad läßt sich der Wald erkunden. An einem idealen Ausgangsort, dem Schloß Podelwitz mit Schlafgelegenheit und Gaststätten, kreuzen sich 2 Radwege. Wer mit der Bahn an- oder abreisen möchte, kann dies über den nahegelegenen Bahnhof Tanndorf tun.
Mitten im Wald steht ein unübersehbarer Obelisk. Er ist Zeuge einer Zeit, als die Straßenführung zu den wichtigen Städten noch völlig anders war, als die heutige ist. Er beweist, daß hier einst ein viel benutzter Handelsweg vorbeiführte.
Nur wenige Meter neben dem Obelisk finden wir im Gras einen Mühlstein.
Auch der Näpfchenstein ist nicht weit davon entfernt. Ihm wird nachgesagt, daß hier die Vorbeireisenden, vor allem die gutbetuchten Frauen, die Aushöhlungen zur Zubereitung ihrer Schminke verwendeten.

Im Wald oberhalb des an der Freiberger Mulde gelegenen kleinen Ortes Erlln finden wir die Reste einer slawischen Bebauung. Es kunden nur noch Gesteinsfunde von der vor vielen Jahrhunderten hier befindlichen Ansiedlung. Der Standort wurde aber überlegt gewählt; er liegt nahe am für das Leben so wichtigen Wasser, doch so weit davon entfernt, daß bei Hochwasser keine Gefahr bestand. Genaueres aus dem Leben der hier ansässigen Slawen ist leider nicht bekannt.
Ein Stück weiter im Wald fand man allerdings ein Hügelgrab und legte es frei.
Durch seine unterschiedlichen Gehölze, teils Nadelwald, teils Laubmischwald, gedeihen auch viele Pilzarten. Für Sammler ist das eine gute Gelegenheit, fast das ganze Jahr über eine wohlschmeckende Mahlzeit zu finden. Dach lacht schon manchmal das Herz.

Auch für Pferdeliebhaber ist der Thümmlitzwald geeignet, auf Tour zu gehen. Ausgeschilderte Reitpfade sind vorhanden und gestatten den Gästen sich zurecht zu finden. Wer nicht selbst gern und fest im Sattel sitzt, kann aber auch in einem Wagen Platz nehmen und auf diese Weise die Natur genießen.
Verlassen Sie den Thümmlitzwald in Richtung Großbothen, kommen Sie durch Kössern. Dort finden Sie, bevor sie die Mulde überqueren, das zur Regierungszeit von August dem Starken und in dessen Auftrag erbaute Jagdhaus Kössern. Der Prunk jener Zeit ist selbst in diesem kleinen Ort unübersehbar. Üppige Feste nach der beliebten Jagd wurden selbst weitab vom Herrschaftssitz Dresden gefeiert.
Das barocke Jagdhaus Kössern wurde 1711 unter der Bauherrschaft des damaligen Oberhofjägermeisters und Ältestenminister Wolf Dietrich von Erdmannsdorffs errichtet. Als Architekt wirkte Matthäus Daniel Pöppelmann, der Baumeister des Dresdener Zwingers.
Heute finden in dem restaurierten Gebäude Kulturveranstaltungen und Familienfeiern statt.
Von hier aus können Sie in wenigen Minuten die in Großbothen befindliche Ostwald - Gedenkstätte erreichen, deren Besuch für jeden Tourist empfehlenswert ist. (Näheres finden Sie unter Museen) |
| letzte Aktualisierung: 23.04.2007 5:21 Uhr |
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