Das kleine Muldenstädtchen Colditz liegt im Zentrum des Zweimuldenlandes, da wo sich Freiberger und Zwickauer Mulde vereinigen. Schaut man auf die Landkarte, so ist es regelrecht das Herzstück zwischen den Metropolen Dresden, Leipzig und Chemnitz. Allein diese Punkte sprechen für einen Urlaub in Sachen, dem Nächtigen in Colditz. Die schöne Landschaft hat schon unsere Vorfahren gereizt, hier sesshaft zu werden. Sie hinterließen uns eine Fülle an Burgen, Schlössern und anderen Sehenswürdigkeiten, alles ist verknüpft mit einer Industriegeschichte, der wir einen großen Wohlstand zu verdanken haben. Sachsen mausert sich vom Reiseland zum Urlaubsland, nach dem Motto: zu Hause ist es am Schönsten. Wir, der Tourist-Service Colditz, sind eine private Initiative, die sich mit unserem Auftritt der Unterstützung touristischer Erschließung widmet. Wir möchten Ihnen mit unserem Service helfen, Sie bei Ihrer Urlaub- oder Ausflugsplanung zu unterstützen. Mit unseren Hinweisen und Empfehlungen versuchen wir, Ihnen den kurzen und direkten Draht zu Übernachtungs- möglichkeiten, Gastronomie oder Freizeitgestaltung zu schaffen. Das erspart Ihnen viele Umwege und die Highlights, wofür Sie sich entscheiden, liegen frei in Ihrem Ermessen. Also, starten Sie von Colditz oder dem Umland aus in das herrliche Sachsen. Machen Sie aus Ihrem Urlaub eine Sternfahrt in alle Richtungen, prall gefüllt mit einer Fülle an historischen Sehenswürdigkeiten.

Lutherjahr 2017

Martin Luther im Muldental
Martin Luther im Muldental

Ein wertvolles Burginventar wird verabschiedet

Susann Tiesler (li.) und Sabine Rötzsch (re.)
Wenn man den Haushalt entrümpelt, bleibt es oft nicht aus, dass man sich von einigen Sachen trennen muss. Doch manchmal sind es Dinge, wo es völlig ungern geschieht. Mit dem Jahresende wurde auf Burg Mildenstein Sabine Rötzsch nach 23 Dienstjahren in den Ruhestand verabschiedet. Sie ist nach einer solch langen Zeit schon regelrecht zum Inventar der Burg avanciert, hat auf ihre Art ein Stück Geschichte geschrieben.
Ihr Einstieg als BibliothekarinVor 23 Jahren übernahm sie die Stelle als Bibliothekarin. Diese historischen Bücher machen jeden Heimatfreund süchtig, mehr und mehr zu lesen. Stöbert man in diesen hochinteressanten Schriften, so erlebt man ein Stück Zeitgeschichte der besonderen Art selbst und es kommt Freude an der Arbeit auf. Mit der Neugier gehen auch wertvolle Kenntnisse über das Leben der mittelalterlichen Burg und ihrer Bewohner in den vergangenen Jahrhunderten einher. "Dass es einmal eine so lange Zeit werden wird, hätte ich selbst nie geglaubt". gibt sie lächelnd selbst zu. "Es war eine spannende Zeit". Aus der Bibliothekarin wurde eine Museumspädagogin und der nette Umgang mit Kindern ist eine ihrer Stärken geworden. Mit dem Geschick, die Kinder für etwas in den historischen Gemäuern zu begeistern, lehrt man ihnen auch gleichzeitig ein wertvolles Stück unserer heimischen Kulturgeschichte. Allein 2017 nahmen ca. 4.000 Schüler an solchen Kinderprojekten teil, die Kinder der normalen Burgbesucher nicht mitgezählt. Die meisten kamen aus Leipzig, auf Rang 2 folgten Dresden und Chemnitz. 600 Schüler nahmen am Kinder-Burgtheater teil. Diese Zahlen allein sprechen Bände. 80% sind sogenannte "Wiederkommer" und damit kann eingeschätzt werden: das Konzept geht auf. Für großes Aufsehen sorgten auch die Dreharbeiten zum Film "Die Gräfin". Turm und Wehrgang wurden mit einbezogen, es erfolgte ein "Taktwechsel"; mit einem "Wandelkonzert" und entsprechendem Repertoire ging es durch Burg Mildenstein. Natürlich werden auch das ganze Jahr über für Erwachsene und Familien Veranstaltungen durchgeführt. Tom Pauls lockte allein mit seinem "Glöckner von Notre Dame" 2 x 500 Besucher auf die Burg. Doch auch da gibt es seitens des gesamten Mitarbeiterteams eine klare Linie: "die Veranstaltungen müssen zur Burggeschichte passen!" Die Walpurgisnächte wurden ab 2000 abgesagt.
All das sind Dinge, an die sich Sabine Rötzsch gern erinnert. Sie haben das Burgleben in den letzten 23 Jahren mit geprägt. Gänzlich einschlafen wird all das sicher nicht. Auch zukünftig haben die Beschäftigten der Burgen Kriebstein und Mildenstein, die  unter der Leitung von Susanne Tiesler stehen, viel vor. Große Unterstützung findet das Ganze auch durch die Schlösserverwaltung in der Landeshauptstadt Dresden. Ständig geht es weiter mit den Bauarbeiten an der Sanierung der Burgen. Jeder Besuch, auch schon nach wenigen Wochen, zeigt Neuigkeiten der Historie in baulicher und ausgestalterischer Form. Im vergangenen Jahr wurde das restaurierte Herrenhaus der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Es erweitert das Angebot, Burg Mildenstein für niveauvolle Feierlichkeiten zu nutzen. Gleiches gilt längst für Burg Kriebstein.
So bleibt uns letztlich nur ein Wunsch - möge Sabine Rötzsch ihren wohlverdienten Ruhestand im Kreise ihrer Familie genießen. Ein "Dankeschön" auch für die jahrelange gute Zusammenarbeit.