
Das Kloster Nimbschen finden Sie etwa 1 km südlich der Muldenstadt Grimma in Richtung Großbothen nahe der Bundesstrasse im Waldstück. Heute stehen von dem einst wichtigen Areal nur noch die Reste der Umfassungsmauern. Dennoch veranschaulichen sie die Grösse der einstigen Anlage.
Besondere Berühmtheit erlangte das Kloster Nimbschen durch die Anwesenheit der Novizin und 1515 als Nonne eingesegneten Katharina von Bora. Die reformatorischen Thesen von Martin Luther hatten auch das Kloster Nimbschen erreicht. In der Osternacht 1523 flohen 12 Nonnen, unter ihnen Katharina von Bora, nach Wittenberg.
Dort heiratete sie am 13. Juni 1525 im Schwarzen Kloster Wittenberg Martin Luther. Sie entwickelte sich auch zur regelrechten Geschäftsfrau und führte weitestgehend den landwirtschaftlichen Betrieb mit angeschlossener Herberge. Luther selbst kümmerte sich nicht darum.
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Am 20.12.1552 verstarb Katharina von Bora nach einem Unfall auf der Flucht vor der grasierenden Pest.
Die heute noch zu sehenden Reste des ehemaligen Klosters lassen die Grösse des einstigen Komplexes nur erahnen. Fragmente, wie der im hinteren Teil der Mauer eingelassene Kapitelstein deuten auf eine anhängige Kapelle hin, die Anlage muss also früher weit grösser gewesen sein.
Die Klosterruine ist jederzeit frei zugänglich. Besucht werden kann sie auch aus Richtung Mutzschen kommend über die Dörfer Kaditzsch und Höfgen, dazu muss aber die Fähre über die Mulde genutzt werden, die allerdings keine Kfz transportiert.
Unweit des Marktplatzes in der 1 km entfernten Husarenstadt Grimma befindet sich die Klosterkirche. Dazu gehörte früher ein weit grösserer Komplex eines Klosters, der später zum heutigen St.-Augustin-Gymnasium umgebaut wurde. In der Klosterkirche erinnert noch ein Flügel des grossen Fensterbildes an Martin Luther und seine Wirkungszeit bei uns.
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